Rene und Melanie

Melanie und Rene

 

 

Melanies Geschichte

Ich fühlte mich meiner Lebensaufgabe beraubt. Was sollte ich noch hier, was ist das für eine Welt, die kleine Kinder sterben lässt?

Ich würde mich bis zu meiner Bekehrung als gottlosen Menschen bezeichnen. Aufgewachsen bin ich in einer behüteten Familie, aber ohne Glauben. Mein Leben gestaltete ich mir so wie ich es wollte, lebte in ständiger Sünde und nahm auf nichts und niemand Rücksicht. Ich hatte in der Schule mal etwas von Gott gehört im Religionsunterricht, aber das war mir damals zu blöd und ich strich Reli vom Stundenplan und somit auch sämtliche Gedanken an eine Allmacht im Himmel. Ich wollte nichts von alledem wissen. Mein Leben war gut wie es war, sicher gab es Höhen und Tiefen und etliche Krisen, wo ich dachte ich gehe daran kaputt. Aber „Melli haut nix um, die ist stark und kämpft, ich schaffe das ganz alleine“ war immer mein Motto. Als ich dann zu Hause auszog mit 16 Jahren und meine Lehre begann, spielte der Alkohol und hin und wieder Drogen eine große Rolle in meinem Leben, so dass Probleme von schwerer Art einfach ertränkt wurden. Klappte natürlich nicht, wie sich dann mit der Zeit rausstellte, aber es lebte sich leichter und gedankenloser so. Der Alkohol und mein Umfeld beeinflussten mich schon sehr und ich war schon lange nicht mehr ich selbst. Heute weiß ich, dass Gott mich all diese Jahre beschützt und bewahrt hat vor noch schlimmeren Dingen, die in der Zeit hätten passieren können. Mir war mein Leben teilweise so egal, dass ich über manche Aktionen gar nicht nachdachte. Aber Gottes Plan für mich war, dass ich da raus komme und noch für etwas anderes nützlich bin, was mir allerdings damals nicht klar war.

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Renes Geschichte

Konzerte, Demos, Prügeleien und Saufereien gehörten zur Tagesordnung.

Ich wuchs als Einzelkind in Thüringen auf. Wir waren eine ganz normale kleine Familie, nichts Besonderes….Meine Kindheit verlief geordnet; Schulabschluss, Lehre, Arbeit, das Übliche. Wir lebten ohne Gott, was ja im Osten nichts Ungewöhnliches war, also kümmerte es mich auch nicht weiter, ob er existiert oder nicht.Alles verlief normal, in meiner Freizeit trieb ich etwas Sport, spielte Fußball und war viel unterwegs mit meinen Kumpels. Meine Eltern arbeiteten viel und steckten viel Geld und Zeit in unser Haus. Mein Vater trank und rauchte sehr viel, und für mich wurde es dann auch normal zu rauchen und zu trinken. Zur Jugendweihe (mit 14 Jahren) dann der erste Vollrausch, und so setzten sich die Saufgelage jedes Wochenende fort. Meine Schule und meine Arbeit machte ich trotz allem gut, nur der Fußball und andere Sportaktivitäten wichen dann den „Partys“.Als mein Vater dann mit nur 48 Jahren starb (Plötzliches Herzversagen- zu viel Zigaretten und Alkohol), war das für mich ein Schock:Ich war gerade 20 Jahre alt, absolvierte meinen Wehrdienst beim Bund, war übers Wochenende daheim und half ihm beim Reparieren unseres Daches, als mein Vater plötzlich zusammensackte und leblos liegen blieb. Jegliche Wiederbelebungsmaßnahme kam zu spät, und so starb er in meinem Armen.

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